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Bei dieſer Freude des Geiſtlichen, die ſich an der Grenze des greiſen Alters noch kindlich aͤußerte, entflammte den Doctor ein ſeliges Ge⸗ fuͤhl. Er rief mit erhobener Stimme:„am Rhein, am Rhein! da wachſen unſre Reben—— wir ziehen das ſchoͤne Thal entlang, laſſen uns nichts Sehenswerthes entgehen, und genießen endlich den Anblick einer Traubenleſe in den Weinbergen.“
„Und Alcindor geht mit uns?“ fragte Paſtor Dagon, indem er die Hand nach ihm ausſtreckte; die Frage hatte unverkennbar den Ton des Be⸗ duͤrfniſſes, alle dieſe Freuden mit dem geliebten Freunde zu theilen. In dieſem Augenblicke er⸗ ſcholl im Hausflur eine Harfe und ein Geſang, womit die armen Zugvoͤgel der Kunſt, gelockt von einem Sonnenſtrahl, ein Kruͤmchen Brodt auf offnen Straßen ſuchen. Im kleinen Zimmer der Pfarre trat eine tiefe, horchende Stille ein, man hoͤrte die Athemzuͤge ſaͤuſeln, und ein Tenor, ein⸗ fach doch ruͤhrend, ließ ſich in folgenden Verſen hoͤren.
Ade! mein trautes Vaterland!
Ich ziehe fort und fern;
Das Leben flieht, es rinnt der Sand— Mir bleicht des Glückes Stern.
Ade! es wird mir hier ſo weh— und dennoch blieb ich gern.
wen ndie
trüͤ D ter Fra


