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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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ſo ergab ſich alles Uebrige nun ohne Schwierig⸗ keit von ſelbſt.

Ich mußte dem Tode verfallen ſcheinen, ſagte Alcindor zu ſeinem Freunde, um inne zu werden, daß ich das Spielwerk einer Buhlerin geweſen.Wie viel habe ich Dir abzubitten, Leſtloy! Du warnteſt mich doch ich Verblende⸗ ter mißtrauete nur Dir. Ohne jene Cataſtrophe, war ich feſt entſchloſſen, mein Schickſal an jenes veraͤchtliche Geſchoͤpf zu knuͤpfen, Du haſt eine Kette der Schmach und meines lebenslaͤnglichen Ungluͤcks gebrochen, und ich danke Dir dafuͤr. Dieſes Herz aber hier zog er die ergluͤhende Eliſabeth naͤher:iſt reines Gold, und hat ſich im Feuer der Pruͤfung bewaͤhrt. Doch ſetzte er mit halber Stimme und abgewendet hinzu: iſt, der ſich fuͤr den Meiſter der Probe hielt, der Flamme ſelbſt ein wenig zu nahe gekommen. Er druͤckte das Herz voll brennenden Schmerz an die Bruſt ſeines Freundes, und erſtickte was er noch haͤtte ſagen moͤgen, in einer Umarmung.

Indeſſen hatte Doctor Siegfried mit dem Paſtor geredet. Er hehlte in der offnen Sache ſeiner Werbung um die liebenswuͤrdige Eliſabeth fuͤr ſeinen Vetter, das große Vermoͤgen nicht, was Leſtloy einſt beſitzen wuͤrde. Der gute Geiſt⸗