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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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Leſtloy entdeckte ihm ſein Ungluͤck, und Siegfried behandelte dieſen Leidenden ſacht und ſanft, ohne ihm Troſt aufdringen zu wollen, deſſen Balſam nur das Arkanum der Zeit iſt. So ging der Winter in tieſter Stille hin.

Die abſtracten Studien, welche Leſtloys ein⸗ zige Beſchaͤftigung waren, zogen ihn doch leiſe von Erinnerungen ab, an denen ſeine Seele haf⸗ tete; die Wiſſenſchaft ward ſeine Wohlthaͤterin. Die Welt hoͤrte auf in dieſen Mauern, in welche nur der Ruf der Krankheit einen Zugang, und der ſchleichende Schritt des Elends offne Pforten hatte. Leſtloy kam ſich hier wie ein Verbannter vor; Siegfried und Sibylle alt und zwerghaft, walteten wie ein paar wohlthaͤtige Gnomen um ihn her, und er ergab ſich in leidender Gelaſſen⸗ heit der huͤlfreichen Macht, die ſie auf ihn uͤbten.

Als das Fruͤhjahr kam, kraͤnkelte Tante Si⸗ bylle bedenklicher, und der Doctor fand es fuͤr noͤthig, daß ſie eine entfernte Heilquelle gebrauche. Er bat den Vetter Leſtloy ſeine Schweſter dahin zu begleiten, und die Aufſicht uͤber ihre Cur zu fuͤhren. Es geſchah. Sie kehrten ſpaͤt zuruͤck, da ſchon die Blaͤtter fielen, und der erfahrne Siegfried fuͤrchtete, daß ſeine Schweſter ſchwer⸗ lich das junge Gruͤn des kuͤnftigen Jahres erle⸗

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