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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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Sie ſind vernarbt antwortete ihm Alcin⸗ dor mit einem Laͤcheln wehmuͤthiger Ruhe:und auch mein Herz iſt geheilt. Laß es gut ſeyn, Ludwig. Du warſt nur der Wundarzt, der mich durch einen ſcharfen Schnitt von giftigen Schmerzen befreiete, und ich ſegne Dich dafuͤr.

Man ging nun zuſammen nach dem Pfarr⸗ hauſe, wo es zu Eroͤrterungen kam. Seit der Inſtallation des Paſtors war kein froherer Abend darin gefeiert worden, obgleich Doctor Siegfried einen ſchwarzen Flor um den Arm trug, und ſo auch Ludwig Leſtloy.

Dieſer war von ſeiner Heimath aus, daß er niemals dahin zuruͤckkehren moͤge, mit der falſchen Nachricht getaͤuſcht worden, daß ſein Freund an der im Duell ihm beigebrachten toͤdtlichen Ver⸗ letzung geſtorben ſey. Verſtoͤrt, ſelbſt aus mehre⸗ ren leichten Wunden blutend und krank, verließ er den vaterlaͤndiſchen Boden; der Rauſch war verflogen, in welchem er ihm das Theuerſte ge⸗ opfert, was er beſaß. Er erinnerte ſich ſeiner Anverwandten in Boͤhmen, die er unter andern Umſtaͤnden beſuchen wollte, und ſein Gedaͤchtniß half ihm dumpf auf die Spuren ihres vergeſſenen Daſeyns. Er hielt, nachdem was er von ſeinem Vater gehoͤrt, den kleinen Vetter Siegfrieg fuͤr