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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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tonlos, und hob die verdunkelten Augen empor. In heftiger Ruͤhrung druͤckte Alcindor das Haupt des Freundes an ſeine Bruſt, und ſprach:faſſe Dich doch, Ludwig! Du ſiehſt ja, ich lebe noch, und liebe Dich wie immer; es war nur ein ſchwe⸗ rer Traum, der uns befangen hielt, und uns trennte. Wir ſind erwacht, wir finden uns wie⸗ der und ſo ſchuͤttle die laͤhmende Ohnmacht von Dir, und freue Dich mit Selbſtgefuͤhl unſe⸗ rer Freundſchaft! Er druͤckte ihn innig an ſeine Bruſt.

Eliſabeth kniete dicht neben der Gruppe, ihre Haͤnde waren gefaltet, ihre Augen ruheten auf dieſem entzuͤckenden Anblicke, und ein Strahl des Himmels glaͤnzte darin. Der Arzt war um ſeinen Vetter beſchaͤftiget; doch Paſtor Dagon trocknete in ſtiller Theilnahme ſeine Thraͤnen. Sonnenlicht ſpielte freundlich um die heilige Scene, und das Bild der Landgraͤfin ſchauete ſeelenvoll darauf nieder.

Leſtloy richtete ſich auf.Ach! ſprach er zweifelhaft, als fuͤrchtete er, die geliebte Geſtalt ſey eine weſenloſe Erſcheinung, und werde ihm wieder entſchwinden:ich moͤgte am liebſten, wie jener Unglaͤubige, meine Finger in Deine Wundemaale legen

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