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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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ſie ſah ſich nicht um, es zog ſie fuͤrder, unſicht⸗ bar fuͤhrten Engel ſie in die Vorhalle der Selig⸗ keit. Sie traten durch die Sacriſtey in das In⸗ nere der Kirche. Doctor Siegfried ſtand wirklich in kleiner Lebensgroͤße vor dem Altar, und neben

ihm ein junger Mann, dem Paſtor ein Fremder.

Ach ſieh da, rief der Erſtere als er den Geiſtlichen gewahrte:Herr Paſtor! es iſt gut, wenn die Kranken dem Arzt entgegen kom⸗ men; ich freue mich, Sie ſo zu ſagen auf dem Platz zu finden. Erlauben Sie, daß ich Ihnen meinen Vetter vorſtelle; Ludwig Leſtloy.

Der Verwandte des Doctors beugte ſich mit dem Ausdruck der tiefſten Ehrerbietung vor dem Paſtor, und dieſer begruͤßte den jungen Mann verbindlichſt in Ruͤckſicht auf den Arzt, den er dankbar ehrte.

Eliſabeth! wendete er ſich zuruͤck:wo ſteckſt Du denn?

Eliſabeth lehnte an einem Pfeiler, wie ein haͤuslich gekleidetes Marmorbild, ohne Leben, ohne Sprache; doch die Seele, welche dieſer ſchoͤnen Geſtalt entflohen ſchien, hatte ſich in den Blick gefluͤchtet, womit ſie dem Begleiter des Doctors Auge in Auge ſah.

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