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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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theidigen? ihrer Sanftmuth fehlte jede Waffe, ſich ihm bei ernſtlichem Dringen entſchieden zu widerſetzen. So glaubte ſie denn, ihrer eignen Ohnmacht ſich bewußt, wenn es ſo weit kaͤme, wuͤrde ein Gott ſich rettend ihrer annehmen, und: Wer es glaubt, dem iſt das Heil ge nah!

Da man Alcindor im Pfarrhauſe mit jeder Stunde erwarten durfte, und Eliſabeth eben ſo gewiß auf ein Ereigniß rechnete, das ſeiner Ab⸗ ſicht entgegen traͤte: ſo befand ſie ſich in einer ganz ungewoͤhnlichen Spannung. So oft ſich draußen etwas regte, lauſchte ſie von der Arbeit auf, das kleinſte Geraͤuſch ruͤhrte an ihre Nerven; das leiſeſte Klopfen an der Thuͤre machte den Schlag ihres Herzens ungeſtuͤm, ein haſtiges Wort ihres Vaters, das er in amtlicher Eilfertigkeit ſprach, erſchreckte ſie, wie ein jaͤher Ausſpruch von hoͤchſter Wichtigkeit.

In dieſer erhoͤheten Stimmung Eliſabeths, fand alles den Anklang einer Theilnahme, welche ſonſt ihrem Gemuͤthe ſo zart als ſicher beſaitet, und doch ohne geſchraubte Ueberſpannung, in ſol⸗ chem Grade fremd war.

So ſtand ſie an einem beſonnten Tage am Fenſter, und ſchauete einer Brautfahrt zu, die