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ſollte: gab ſeiner Erſcheinung fuͤr Eliſabeth dieſe Bedeutſamkeit. Wie ein kuͤnftiger Fruͤhling ſchwebte Ahnung ihr um dieſe kleine, vertrocknete Geſtalt, die ſtarren Baͤnder der Sorge loͤſeten ſich von dieſem Buſen, den ſie preßhaft befangen gehalten, das Herz ging ihr weit auf, und ihre Pulſe klopften frei und voll.
Auch der Blick des Arztes verweilte lange auf dem liebenswuͤrdigen Maͤdchen, ehe er an den Zweck ſeines Kommens ging. Er brachte dem Paſtor Medizin mit, und floͤßte ihm guten Muth und voͤlliges Zutrauen ein. Als der Geiſtliche waͤhrend der Anweſenheit dieſes werthen Beſuches abgerufen wurde, eine Taufe zu verrichten, trat der Arzt zu Eliſabeth und ſprach:„ſeyn Sie nur ganz getroſt, mein gutes Kind! ich habe die Uebel Ihres Vaters kaum ſo ſchlimm gefunden, als ich dachte. Es liegt in der Natur Unterleibskranker, daß ſie ihren Zuſtand in erhoͤheter Potenz fuͤhlen, da hingegen toͤdtliche Bruſtleiden oftmals leicht genommen werden, und ein kurzer Athem faſt immer am Quell des Lebens zu ſchoͤpfen hofft.— Ich glaube die Geneſung des Herrn Paſtors ver⸗ buͤrgen zu koͤnnen, wenn es auch ein wenig lang⸗ ſam damit gehen ſollte.“
Da beugte Eliſabeth ſich nieder, ergriff und


