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den Schritt nicht gewahr. Mein Herr, redete ich m. ihn an, wuͤnſchen Sie vielleicht die Kirche zu ſe— V reicher hen, des Altarblattes wegen, was weit und breit n N beruͤhmt iſt? Er fuhr zuſammen, ſah mich ſtarr ſey vo an, und verbeugte ſich ein wenig; ich nahm es hat er fuͤr ein Ja, und holte die Schluͤſſel. Als ich die b Reiſe Thuͤre oͤffnete, folgte er mir ſchweigend uͤber die droß Schwelle. Das Bild glaͤnzte in der praͤchtigſten vom Beleuchtung, ich habe es nie ſchoͤner geſehen, V thuͤre und der Fremde ſtand wie geblendet davor. Se⸗ lleine hen Sie, mein Herr, ſagte ich: das iſt die hei— Eliſab lige Eliſabeth von Heſſen, und dieſer ernſte Mann ter, u in ritterlicher Haltung, iſt Landgraf Ludwig, ihr groͤßte Gemahl. Sie blickt mit Engelsmilde auf die Ro⸗ lich u ſen in ihrer Schuͤrze nieder, und auch das for⸗ zuͤrne ſchende Auge des Landgrafen ſenkt ſich dahin, und
ſein Geſicht gluͤht wie von Zorn oder Beſchaͤ⸗. mung. Die Legende erzaͤhlt: als einſt die Land⸗ ſtne graͤfin die Hungrigen ſpeiſen wollte, wie ſie in düſe frommer Gewohnheit taͤglich gethan, ſey Ludwig den ihr begegnet, und habe von ſeiner Mutter gegen dige die treue Gattin in Verdacht aufgewiegelt, mit ſtrengem Ton gefragt, was ſie hier trage? wo⸗ ſagte rauf Eliſabeth im glaͤubigen Muth geantwortet: male es ſeyen Roſen. Und da ſie die Schuͤrze hebt, geſt iſt das Wunder der Wandlung wirklich vorgegan⸗ f 9


