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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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mir wohl! dort oben war mir alles zu uͤber⸗ ſchwenglich; ich kam mir klein und gering vor, und verlor mich ſelbſt und meine Gluͤckſeligkeit aus den Augen. Sie floſſen weinend uͤber, als Deine Mutter dies ſagte, wobei ſie mit heißer Hand die meinige druͤckte. Seltſam! ich hatte mich Angeſichts dieſer grandioſen Verſammlung erhoben gefuͤhlt, und es war nur eine kleine Schwaͤche des Geſchlechts, welche der jungen Frau angekommen. Meine Luiſe, redete ich ihr zu, und freute mich, daß ich ſie ſo nennen konnte: denn in dieſem Namen toͤnte etwas von der Feier des Tages: gering ſagſt Du? dieſes arme, duͤrftige Woͤrtlein kraͤnkt meine Liebe. Du biſt Koͤnigin in Deinem kleinen, haͤuslichen Reich, wie in meinem Herzen. Vor Gott iſt endlich nichts gering. Er hat mit gleicher Weisheit die koͤnigliche Roſe geſchaffen, und das Bluͤmchen des Feldes daneben. Und Voltaire ſagt: der gluͤck⸗ lichſte Sterbliche hat Thraͤnen vergoſſen. Meine Frau trug einen Blumenſtrauß am Buſen. Eine fruͤhe Roſenknospe nickte zwiſchen gruͤnen Blaͤttern, und duftigem Gebluͤme hervor. Ich druͤckte Deine Mutter verſichernd an meine treue Bruſt, und da brach die junge Roſe, und ſank in das Moos. Damals ahnete ich jedoch

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