Druckschrift 
Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſcher

uſſe inen ome ung zu/ gen⸗ el⸗ ich Tau⸗

hau⸗

Gott nach berg

des

der

Liebe, ja, ich moͤgte ſagen: der Vergoͤtterung. Die Liebenswuͤrdigkeit der jungen Koͤnigin begeiſterte alle Zungen, ihre herablaſſende Anmuth war das Lob wie der Stolz der treuen Unterthanen, und in jedem Herzen, das bei ihrem Anblick hoͤher klopfte, ſchlug die unvergeßliche Frau mit einneh⸗ mender Gewalt ihren Thron auf. Zu eben die⸗ ſer Zeit fuͤhrte ich mein geliebtes, nun lange ſchon im Herrn ruhendes Weib heim. Die Eltern Deiner Mutter hatten ein aͤrmliches Auskommen, die kleine Pfarre trug kaum dreihundert Thaler ein. Wir haͤtten ihnen daher den Aufwand einer großen Hochzeit nicht zumuthen koͤnnen, und wuͤr⸗ den es auch nicht gewollt haben. Aber als meine Braut den Wunſch aͤußerte, das Turnier und Ringſtechen, die Aufzuͤge der Bergleute, und alle die Herrlichkeiten zu ſehen, welche zum Em⸗ pfange der hohen Gaͤſte hier veranſtaltet wuͤrden, verſprach ich ihr, daß wir unſern Weg uͤber Fuͤrſtenſtein nehmen wollten, und ſie freute ſich dieſer Zuſage. Der Tag, welcher uns fuͤr eine gluͤckliche Ehe vereinigte, verging uns ſtill; doch in⸗ nigſt froh. Die Mutter hatte den Kranz geflochten, woran der Thau ihres Segens hing, wie Perlen; der Vater legte unſere Haͤnde vor dem Altare in einander. Gegen den Abend machten wir einen