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Elisabeth : Erzählung / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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ten Thraͤnen gefuͤllt. Sie ſetzte ſich auf einen Vorſprung des Gemaͤuers, ihre Augenlieder mit langen, ſeidnen Wimpern, zogen einen reizenden Vorhang uͤber den Blick der Betruͤbniß, und ver⸗ huͤllten das Geheimniß jungfraͤulichen Kummers; ihr kleiner Fuß rauſchte wie ſpielend in dem oͤden Laube am Boden.

Hoͤre! ſagte der Paſtor in ſteigendem Affect, und mit redneriſchem Pathos, der den Vortrag des Predigers auch dann in amtlicher Form begleitet, wenn er ſich dem freien Erguſſe des Gefuͤhls uͤberlaſſen duͤrfte:dieſe ſilberreinen Glockentoͤne, welche mir unter dem ewigen Dome des Himmels den ſchoͤnſten Feſttag der Erinnerung laͤuten! die Gedanken quellen mir in Fuͤlle zu, und ich vermag nicht, das Gluͤck der Vergangen⸗ heit aus dem Strom dahingefloſſener Tage zu er⸗ ſchoͤpſen. Hier, auf dieſer Stelle war es, wo ich an der Seite Deiner Mutter, umgeben von Tau⸗ ſenden ſtand, mit ihnen des praͤchtigſten Schau⸗ ſpiels zu genießen, das ich je geſehen.

Es war zur Zeit, als unſer Koͤnig, den Gott ſegnen wolle, mit ſeiner hochſeligen Gemahlin nach Schleſien kam, und auch den Grafen Hochberg durch einen Beſuch beehrte. Dieſe Reiſe des koͤniglichen Paares war ein Triumphzug der

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