Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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muth Trautwangens gegen ihren Sohn nicht uͤber ihre Lippen gekommen waͤre.

Sowohl der Graf als Editha waren jetzt zu hoch begluͤckt, um Holms ungluͤcklicher Mut⸗ ter nicht zu vergeben; dieſe aber war nirgends in der ganzen Burg mehr zu finden.

Wo wird ſie anders ſeyn, als in Mari⸗ na's Huͤtte, bei dem Grabe ihres Geliebten? (ſagte Burkhard) Wenn Ihr mich begleiten wollt, Ritter Holm, ſo will ich Euch dahin fuͤhren, wo Ihr geboren ſeyd.

Holm nahm das Erbieten dankbar an, und Beide begaben ſich in den benachbarten Wald. Als ſie ſich der Huͤtte nahten, hoͤrten ſie ſchon von Weitem ein herzzerreißendes Jammern. Un⸗ ter den hochgewachſenen Trauerweiden und Cy⸗ preſſen, die eine Laube auf dem Grabhuͤgel bil⸗ deten, lag Mona mit aufgeloͤſtem Haar und bleichen Wangen, in Thraͤnen gebadet, und die Luft mit ihren Klagen erfuͤllend. Tief ergriffen von ihrem Zuſtande, warf Holm ſich zu ihren Fuͤßen, umarmte ſie, nannte ſie Mutter, und bewies ihr die kindlichſte Zaͤrtlichkeit! Da ſtanden die Thraͤnen der ungluͤcklichen Mona, ihr ſchoͤnes Auge blitzte, und um ihren Mund zuckte ein irres Laͤcheln, indem ſie ihren Sohn