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Auf der Trautburg aber, wo man die ganze
Zeit uͤber in Angſt und Sorge, in Gebet und
Thraͤnen zugebracht hatte, empfing man die Nachricht der nahen Ruͤckkehr der geliebten, wenn auch ehrenvoll gezeichneten Helden mit hoher Freude; um ſo mehr da man ſich auch mit Hoff⸗ nungen eines nahen Friedens ſchmeichelte, deſſen Wohlthat die zerſtoͤrte Menſchheit aber erſt ſpaͤ⸗ ter erfahren ſollte. Auch Mariens Herz ſchlug in ſeeligen Erwartungen, ſie glaubte fuͤr ihren Vater und ſeinen edlen Freund, aber gewiß zweifelt keine unſrer jungen Leſerinnen, daß auch Holm dabei ihrem Andenken gegenwaͤr⸗ tig war.
22. „Die ſchon laͤngſt von Dir geſchieden, Die man Dir vom Herzen riß— Kommt, und bringt Dir Deinen Frieden, Morgen— morgen ganz gewiß!“ . Becker. Das Wiederſehn auf der Trautburg nach einer ſo langen Trennung, die, durch die Gefahren des Krieges, ſo große Beſorgniß erregt hatte, wuͤrde die groͤßte und reinſte Freude verurſacht haben, ohne die Bitterkeit der Verwundungen, durch


