Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Nun das haben wir freilich ſelbſt vermu⸗ thet! aber was thuts? Erziehung macht den Menſchen! und der wilde Holzapfelbaum mit edlem Reis gepfropft, traͤgt die herrlichſten Fruͤchte! ich glaubte Euch nicht ſo eckel, Burk hard doch? Du haſt Recht! ein Maͤdchen, wie Deine Marie, verdient wohl, daß man ihr einen vorzuͤglichen Gatten erwaͤhlet!

Ich denke das wird ſie wohl ſelbſt uͤber ſich nehmen!

Wohll ſo hoffe ich fuͤr meinen wackern Holm, der, ſeit er Marien kennt, alle ſeine jugendlichen Phantaſieen von ihr erfuͤllt zu erblicken ſcheint. Er war ihr Retter und ich meine, ſeine herr⸗ liche Heldengeſtalt, ſein ſchwarzer Lockenkopf, ſein Flammenblitzendes Auge, ſeine Zuͤge ſie ſollten wohl einem Maͤdchenherzen gefallen. Zwar gebe ich Euch zu, daß dieſes Maͤdchen Eure Marie iſt, welcher der Himmel in der ſchoͤn⸗ ſten Huͤlle die ſchoͤnſte Seele gegeben hat! Gluͤcklicher neidenswerther Burkhard! eine

ſolche Tochter zu beſitzen! o! daß ſie mein

daß ſie meine Blanka ſeyn moͤchte! daß ich eine ſolche Tochter haͤtte! Thraͤnen ſtanden in den Augen des edlen Helden, und Burkhard