Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſa

33

flucht in einer Bergkluft zu ſuchen, die nur fuͤr arme Hirten zugaͤnglich war, denn nirgends anders wo glaubte er Roſauren geſichert. Seine Leute ſchickte er alle voraus nach Frankreich, nachdem er eine zu ſeinem Vorha⸗ ben zweckdienliche Grotte hatte einrichten laſſen. Fruͤher von einem Einſiedler bewohnt, war ſie mit einer Ciſterne mit friſchem Waſſer verſorgt und das Innere hatte mehrere Abtheilungen, auch Raſenbaͤnke und Steinſitze und Tiſche. Wilder Wein, Epheu und Geisblatt bekleidete die Mauern, reiner klarer Goldſand den Bo⸗ den, ſie war von der Außenſeite mit dußtigen Bergkraͤutern bedeckt, und zwei große uralte Feigenbaͤume, voll angenehmer Fruͤchte, beſchat⸗ teten und verbargen den Eingang. Hierher brachte Lord Douglas ſeine Geliebte, und nach⸗ dem er ſie ſo gut, als moͤglich verſorgt und ihr alle Bequemlichkeit verſchafft hatte, die er nur im Stande war ihr zu gewaͤhren, ging er taͤg⸗ lich, Brod und Nahrungsmittel von den Hir⸗

ten einzukaufen. Ein Goͤtterpallaſt duͤnkte dem

liebenden Paare dieſe einſame Grotte, und Ar⸗ kadien die ſtille Abgeſchiedenheit um ſich her.

Von hohen majeſtaͤtiſchen Felſen umgeben, lag

vor der Huͤtte ein blumenvolles gruͤnes Wie⸗ Zweiter Band. 3

f. 8 2

4