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ſenthal, durch welches ein klares Baͤchlein ſich
wand; unter den ſchattenreichen Akazien und Ahornbaͤumen, auf denen Choͤre von Sangvoͤ⸗ geln wohnten, bereiteten wilde Bienen ihren geſchmackvollen Honig. Eine Ziege, die der Ritter gekauft und mitgebracht hatte, fand im Thal uberfluͤſſige Weide, und ſo war fuͤr die einfachſten und dringendſten Beduͤrfniſſe des Lebens reichlich geſorgt. Hier in der ſtaͤrkenden Gebirgsluft erholte ſich Roſaura ſehr bald von ihren erlittenen Drangſalen, und als eines Tags der Ritter von der Jagd zuruͤck kam, reichte ſie ihm— ſeinen Sohn dar. Der gluͤckliche Dou⸗ glas empfing das ſuͤße Geſchenk mit hoher Freu⸗ de, taufte das Kind aus der Ciſterne und
nannte es Roſario.
4. —— Den einen Freund entfuͤhret mir das Leben Der Tod den andern.— Euch hab ich noch
Euch, meine Kinder!— Koͤrner(aus Roſamunde.)
Beinahe zwei Monate waren auf dieſe Weiſe im Genuß einer patriarchaliſchen Gluͤckſeelig⸗ keit verſtrichen, und wahrſcheinlich wuͤrde ſie von laͤngrer Dauer geweſen ſeyn, wenn es ſich nun⸗


