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fuͤr ſo niedertraͤchtig halten, mich an einem wehr⸗ loſen Kranken zu vergreifen?— Wall't ihm nicht mein Herz entgegen in unerklaͤrlicher Liebe? Moͤcht' ich ihn nicht retten, mit dem Blute aus meinen Adern, mit meinem Leben?— Um Got⸗ tes willen— wenn Ihr anders an einen Gott glaubt, ſagt mir: wer iſt Euer Herr? wie ſein Name? woher ſeine Abkunft?“
„Ich habe immer gehoͤrt, ein Narr koͤnne mehr fragen, als ein Kluger beantworten!(grinzte mit haͤmiſchem Laͤcheln ein widriger Rothbart, der unſern Leſern ſchon bekannte Zingalo) Unſer Herr iſt— unſer Herr, wo er geboren, wiſſen wir nicht, und wie er heißt— wollen wir nicht ſagen.““
„So laßt mich dieſes Kreuz auf ſeiner Bruſt oͤffnen!(verſetzte der Ritter in halber Verzweife⸗ lung) Ein Geheimniß iſt in ihm verborgen, das Euern Herrn gluͤcklich machen wird!“
„Bei Dſemſchid!(rief Zingalo) Ihr ſeyd ſehr vorwitzig, Herr Ritter! Noch iſt's Keinem von uns eingefallen, dieſes Kleinod, das nie von ſeiner Bruſt kam, auch nur beruͤhren zu wollen, und Ihr ſprecht ſo kuͤhn vom Hinein⸗ ſehn, als ob Ihr Zerduſch ſelbſt waͤret! Wißt, daß dieſes Kleinod von einem großen Magier
gefertigt worden und Euch, wenn ihr es anta⸗ 2*


