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ein ſonderbares banges Mitleid, und eine Theil⸗ nahme, die er ſich ſelbſt nicht zu erklaͤren ver⸗ mochte. 4
„Es iſt der narkotiſche Duft der Kraͤuter, Oele und Salben(dachte er), was dich ſo uͤber⸗ waͤltigend ergreift, daß dir der Athem ſtockt und das dunkelrothe Daͤmmerlicht dieſer an der Decke ſchwebenden Silber⸗Ampel, deren geiſterhafter Schein dich ſo beklommen macht. Ich will ihn ins Auge ſehn— wiewohl es ſchon gebrochen zu ſeyn ſcheint, und den Blick, wie ich immer that, feſthalten auf der Gefahr!“
Und langſam naͤherte er ſich dem Lager, wo kaum ein ſchwerer, matter Odemzug das wei⸗ chende Leben noch kund that, ſich theilnehmend über ihn herab neigend, da— gewahrte er auf der breiten, offenen Bruſt des Kranken ein gol⸗ denes Kreuz. Kaum aber war das geſchehen, als er zuruͤck bebte und ſich, wie vom Blitz ge⸗ rüͤhrt, uͤber ihn ſtuͤrzte.
Wuͤthend wollten ihn die Huͤter hinweg rei⸗ ßen; denn ſie befuͤrchteten nichts weniger als Verrath und Meuchelmord, er aber gebrauchte. feine uͤberlegene Staͤrke, ſchleuderte ſie hinweg, und rief zornig: 1
„Elendes Geſindel! wie moͤg't Ihr mich


