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ſeine Dame Tags nach den Feſtſpielen beſuchte, theils um ihr den Hof zu machen, theils um ſich ſelbſt munter und geſund zu zeigen, damit Niemand glauben moͤge, dieſe nicht geringen koͤr⸗ perlichen Anſtrengungen haͤtten auf ihn irgend einen widrigen Einfluß zu haben vermocht. Auch war Editha, von dieſer Sitte unterrichtet, des willkommenen Beſuchs ſchon gewaͤrtig und be⸗ reits angethan, um ſich zu der Herzogin zu be⸗ geben. So trat ſie in zuͤchtiger Schoͤnheit und Anmuth den beiden Rittern entgegen und neigte ſich ehrerbietig, als derjenige, der ihr Herz be⸗ ſaß, ihr jetzt ſeinen Freund, als einen Schotten von Geburt, vorſtellte. Als ſie aber Lord Dou⸗ 4 glas, ihm gleich einem Engel nahend, erblickte,
das weiße, fleckenloſe und Silber ſchimmernde
Gewand, das ihrer Unſchuld ſo angemeſſen war, eine himmelblaue Schaͤrpe und eigen Tuͤrkis⸗ Schmuck, blau wie ihre funkelnden Augenſterne, in den hellblonden bis zur Erde wallenden Lo⸗ cken, da ſtand er, wie vom Blitz geruͤhrt, ſtill, denn ihm war's, als ſey die Zeit ſeines herr⸗ lichſten Jugendgluͤcks ploͤtzlich verjuͤngt, und als
erblicke er— ſeine verklaͤrte Editha! Ja— ſie 3
war es— er erkannte das Licht des Tages, j je⸗ den ihrer wohlwollenden Zuͤge! Es waren ih


