— 9—
kenne vielleicht etwas von den Umſtaͤnden ihrer Familie, gluͤhte in ihm auf, aber er zwang ſich, Alles treu und wahr zu berichten, was er von der Geliebten und ihren Schickſalen wußte.
Als er des Pachthofs erwaͤhnte und Utzbergs als ihre Pflegeaͤltern nannte, von Editha's gluͤcklichen Rettung aus Feindes Hand ſprach, die ihm das Geſchick gegoͤnnt hatte, und von ihrer Flucht— da enthuͤllte ſich vor Lord Dou⸗ glas Seele Marinas Verſprechen und Alles, was ſie als wahr behauptet hatte, und das Zauber⸗ bild ſeiner verlornen Tochter ſtand klar in Edi⸗ tha vor ſeinen Blicken. Je mehr jedoch ſeine innere Ueberzeugung wuchs, um ſo mehr be⸗ herrſchte er den Ausbruch ſeiner Freude, und als Trautwangen vollendet hatte, ſprach er mit an⸗ ſcheinender Ruhe:
„Und Du willſt wirklich die Jungfrau, uͤber deren Herkunft noch ſo viel Dunkelheit verbrei⸗ tet iſt, zu Deiner Gemahlin erheben? Wie? wenn dieſes Raͤthſel nun unaufloͤsbar bliebe— und das edle Geſchlecht der Trautwangen“...
„Es kann durch die ſeltene Tugend und Froͤmmigkeit meiner Editha nur einen neuen Glanz erhalten(unterbrach ihn lebhaft der junge Mann) und mein Entſchluß ſteht feſt, daß ſie


