Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Trautwangens Stierkopf, wenn er ſeine Hoͤrner! anſetzte, ſiegen mußte; und eben ſo wenig wun⸗ dert mich, was Du thateſt, wenn Deine Verthei⸗ digung jener ſchoͤnen Dame galt, von der Du vorhin den Preis empfingſt, deren Farben Du traͤgſt, und deren Blicke Dir ſo ſonnigte Strah⸗ len zuwarfen.

Wuͤnſche mir Gluͤck, alter Ehrenhort! (antwortete Trautwangen) ſie iſt meine Braut! Du ſollſt alles erfahren, uͤbernachte in mei⸗ ner Herberge! jetzt hoͤrſt Du, die Poſau⸗ nen rufen zum Bankett und ich verlaſſe Dich die Ketten der Schoͤnheit und Liebe zu tra⸗ gen!

Nach Fiorinas Anordnung fuͤhrte jede Da⸗ me ihren Ritter an einer leichten Blumenkette zur Tafel, und der begluͤckte Trautwangen ſchmirgte ſich jetzt in die Roſenfeſſeln ſeiner ſchoͤnen Gelieb⸗ ten, die gleich nach dem herzoglichen Paare fol⸗ gen mußte. In ſonderbarer Schauluſt verſun⸗ ken ſtand Ritter Douglas und ſah dem bunten Zauberkreiſe nach aber ſein Blick hing an Edi⸗ tha. Ihr goldnes Haar, ihre blauen Augen, ihr Blick, ihr Wuchs, ihr ſuͤßes Laͤcheln riefen Er⸗ innerungen in ſeine Seele, die ſein Herz unge ſtuͤm gegen den Harniſch ſchlagen ließen. End.