Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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hatte, begleiten, und ſo begab ſich Editha zu dem kranken Ritter, den dieſe unerwartete Gunſt mit Freuden erfuͤllte.

Die Begleitung zog ſich in den Hinter⸗ grund des Gemachs zuruͤck, und das Fraͤulein nahete ſich ſeinem Lager. Welche Empfindun⸗ gen durchgluͤhten den Grafen, als die ſchoͤne Gerettete, ihren Schleier zuruͤckſchlagend, ihm aufging, wie der Stern der Liebe! Sie kniete ne⸗ ben ihm nieder, und ſeine Hand an ihre Lip⸗ pen ziehend, ſprach ſie mit geruͤhrter Stimme:

Erlaubet mir, mein verehrter Ritter, daß ich Euch das Opfer meines Dankes darbringe!

O Editha! o theures Fraͤulein!(ſtam⸗ melte Trautwangen) wie ſeyd Ihr ſo lieb und hold! und warum ſeh ich mich gehindert das Knie zu beugen vor der himmliſchen Unſchuld,

welche die Donnerſtimmen des Hoͤchſten ſelbſt

gerechtfertigt hat! Ihm opfert Dank, ihm be⸗ zahlt Eure Geluͤbde! ich bin ja nur das ſchwa⸗ che Werkzeug geweſen, deſſen ſich der Allmaͤch⸗ tige bediente, und nie werde ich aufhoͤren, mich daruͤber zu freuen!

Goͤnnt mir jetzt die Pflege Eurer ruͤhm⸗

lichen Wunden, Herr Ritter!(ſprach Editha)