— 2142—.
ren Augen geſchah, nicht herab ſetzen, der Pfeil der Bosheit war abgeſtumpft, und als dennoch Pater Ambroſius gegen die Herzogin bemerkte: Die Jungfrau ſtehe doch wohl⸗im Bunde mit den boͤſen Geiſtern, die ihr dieſen Kaͤmpfer zu⸗ geſendet haben moͤchten, und das Gewitter wie der toͤdtende Blitz ſey vielleicht ein Werk ihrer Macht geweſen, bedachte ſie ſich keinen Augen⸗ blick ihm zu antworten: Mich duͤnkt, Ehrwuͤr⸗ diger Vater, ihr uͤberſchaͤtzt die Gewalt des Böͤ⸗ ſen, und ſetzt diejenige unſers hoͤchſten Gebieters herab, von dem allein geſchrieben ſteht, daß er die Wolken lenke, und die Blitze trage mit ſeiner allmaͤchtigen Hand! glaubt Ihr denn, daß der heilige Gott dem Boͤſen erlauben werde, ſich mit ſchnoͤdem Gaukelſpiel, und toͤdtender Kraft in das Gottesurtheil zu mengen? und daß der Graf Trautwangen mit ſo viel ruͤhmlichen Wun⸗ den bedeckt ſeyn wuͤrde, wenn er mehr waͤre — als ein tapfrer Ritter, und ein ſehr edler Menſch?“
Beſchaͤmt ſchwieg der Pater, Bellamo kuͤßte die Fuͤße ſeiner Gebieterin, und der Narr, der einen ſehr lebhaften Antheil an dem Allen nahm,
nahm ſich die Freiheit hinter ſeinem Ruͤcken ein paar Eſelsohren darzuſtellen. Die Herzogin
——————


