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zauberiſchen Laͤcheln der Huld, ſie kuͤßte ſie auf die zarte Stirn, und hob ſie auf, als ſie vor ihr niederknieen wollte, dann ſchickte ſie ihre Damen fort, zog Editha vertraulich neben ſich auf die Sammetkiſſen, und erzaͤhlte ihr alles, was ſich ereignet hatte, und wie ſie gebebt und gezittert hatte, fuͤr ſie. Die widerſprechend⸗ ſten Empfindungen bemaͤchtigten ſich jetzt der Jungfrau, ſie bebte und zagte um ihren Kaͤm⸗ pfer, ſie fuͤhlte ſeine Wunden, ſie weinte uͤber den Erſchlagenen, ſie nahm warmen Theil ſelbſt an den verletzten Feinden, und endlich pries ſie den Allmaͤchtigen, den Erretter, der ſie ſo ho⸗ her Rechtfertigung gewuͤrdig, immer aber kam ſie auf den Kummer zuruͤck: daß alles das um ihrentwillen geſchehn ſey. Auch der Herzog er⸗ ſchien jetzt, ihr Gluͤck zu wuͤnſchen, und in der Mitte des herzoglichen Paares mußte ſie auf den Balkon treten, und ſich dem unten ver⸗ ſammelten Volke zeigen, daß in lautem Jubel ausbrach, weil es glaubte, eine Heilige in uͤber⸗ irdiſcher Schoͤnheit zu erblicken. Wohl ver⸗ ſuchten die erbitterten Moͤnche noch hier und da gegen ſie zu murren, wollten ſie jedoch das Volk bei dem Glauben an Wunder kuͤnf⸗ tig erhalten, ſo durften ſie, eins das unter ih⸗ 14* 1


