Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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Trautwangen jetzt allein auf dem Platze, ſeine Gegner erwartend. Draußen hatte ſich jetzt ein dichter Nebel auf die Flur gelagert, und er ſchwebte faſt uͤber dem Kampfplatze, wie ein wallender Schleier, da erſchienen in dieſem, als haͤtte der Nebel ſie gebracht, drei furchtbare Gegner*), und als waͤren ſie des Sieges gewiß,

*) Die Gottes⸗Urtheile fanden herkoͤmmlich nur zwi⸗ ſchen zwei Gegnern ſtatt, und galten deshalb fuͤr Zweikaͤmpfe, darum auch nur ein Sarg auf den Kampfplatz geſchafft ward, fuͤr den einen von bei⸗ den beſtimmt. Im ſechszehnten Jahrhundert aber ward dieſe Art und Weiſe Gericht zu halten im⸗ mer ſeltner, und wo ſie noch ſtatt fand, nahm ſie mehr die Willkuͤhr des Geſetzgebers an. Statt ei⸗ nen, fand Trautwangen drei Gegner, welche alle fuͤr eine Behauptung kaͤmpfen wollten, er konnte entweder die ſeinige gleich anfangs aufgeben, oder er mußte, da man dieſe abſichtlich gegen ihn auftreten ließ, ſein Heil mit allen verſuchen, die ſich den Schein gaben, unaufgefordert ſich gegen ihn zu ſtellen. Der erſte ward durch einen Zufall verletzt, und zum Kampf untuͤchtig gemacht, den Traut⸗ wangen ſich ſelbſt nicht fuͤr einen Sieg anrechnen konnte, und die Feinde ſeiner Sache eben ſo we⸗ nig dafuͤr gelten laſſen durften, wenn ſie nicht wollten. Der zweite, Muskitos, war zwar uͤber⸗ wunden, lebte aber noch, und nur der Tod konnte hier entſcheiden, Trautwangens Großmuth ver⸗ ſchmaͤhte ihm denſelben zu geben, und zog vor, auch noch den dritten zu erwärten, um ſeinen Sieg ehrenvoller und entſcheidender zu machen; die Kampfrichter ſollten das freilich nicht zulaſſen, der