Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

186

19.

Mit eignem Blut erkauft er eigne Ehre, Denn was die großen Vaͤter auch gethan, Noch Beſſres thun iſt ihres Enkels Stolz. Auffenberg. Schon einmal haben wir den Ritter Albedill von Trautwangen bei unſern Leſern einge⸗ fuͤhrt, ohne ſie naͤher mit ihm bekannt zu ma⸗ chen; dieſes duͤrfte jetzt wohl die hoͤchſte Zeit ſeyn, da er zum zweitenmal hier erſchienen iſt, Und waͤhrend die Nacht herabſinkt, die Kaͤmpfer des folgenden Tages mit ihrem Mantel bedeckend, vielleicht den, von welchem hier die Rede iſt, wach in einander durchkreuzenden Gefuͤhlen er⸗ haltend ſo wollen wir dieſen eingetretenen Ruhepunkt benuͤtzen, den Graf Trautwangen näher kennen zu lernen, der morgen die Sache der Unſchuld fuͤhren, und dadurch des Ritters ſchoͤn⸗ ſtes Vorrecht geltend machen will. Albedill war aus edlem deutſchen Stamm, und konnte ſich ſolcher Ahnen erfreuen, auf deren Thaten er

ſtolz ſeyn durfte. Seine Aeltern hatten anſehn⸗

liche Beſitzungen in den fruchtbaren Gegenden des Rheins, und wurden von gluͤcklichen Unter⸗ thanen geliebt, da raubte ihm der Tod die Mut⸗ ter, als er noch an ihrer Bruſt lag, und noch