tuͤrliche Erregung der Gemuͤther, in jener furcht⸗ baren Krieges⸗Epoche, kraͤftig unterſtuͤtzte. Oft zog man dieſe Sybillen zu Rathe, und waren ſie in der Naͤhe, ſo verſchmaͤhte man nicht, ſie in ihrem Verſteck aufzuſuchen, wo beſonders die Jungfrauen von vertrauten Dienerinnen gelei⸗ tet— wie vielleicht noch jetzt zu mancher Karten⸗ Prophetin und Ipſiboe der neuen Zeit!— zit⸗ ternd und bleich vor Furcht, und doch neugierig auf das Orakel ihres Schickſals, ſich heimlich und bei Mondenſchein einfanden; denn nur ſelten griffen Ritter und Juͤnglinge zu dem Ertrem
des Koͤnigs Saul, um ſich von den verſpotteten
„Toͤchtern der alten Nacht!“ wie man ſie fuͤg⸗ lich haͤtte nennen moͤgen, wie er von der Hexe zu Endor, Rath zu erholen; ſie zogen vor, ſich von den tanzenden Dirnen im Lager unterhalten zu laſſen, und ihnen Goldſtuͤcke in das Tam⸗ bourin zu werfen, das ſie in den uͤppigen Be⸗ wegungen des Fandango, mit den Caſtagnetten begleitet, verfuͤhreriſch und anlockend zu ſchwin⸗ gen wußten. Dieſes voraus zu ſenden, machte die Erzaͤhlung noͤthig, zu der wir nun unge⸗ ſaͤumt uͤbergehn.
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