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tet hatte, daß eine junge Dame an dieſem Tage der Liebe aus den Armen geriſſen werden ſollte, um der Welt auf ewig Lebewohl zu ſagen. Jedes Auge, das ſich auf Antonio richtete, bemerkte, daß er der Ungluͤckliche ſey, den man ſeine Geliebte nun rauben wollte. Tauſend Anmerkungen fluͤſterte ſich das verſammelte Volk uͤber jene Grauſamkeit daher auch zu; kaum aber trat Valedia in die einfache Kloſtertracht gekleidet, mit ſtandhafter Faſ⸗ ſung und ſchoͤner wuͤrdiger Miene hervor, ſo brach allgemeines Murren der Unzufriedenheit aus, und haͤtte das ſtarke eiſerne Gitter die Nonnen nicht vom Volke getrennt, ſo wuͤrde jener Auftritt uͤber⸗ ſpannter Froͤmmigkeit vielleicht die bedeutendſten Folgen gehabt haben.—
In den reichſten Prachtgewaͤndern ſangen die Prieſter ihre Lobgeſaͤnge, und ſchon ſchienen die Non— nen bereit ihre neue Schweſter zu umarmen, als Va⸗ ledia das Geluͤbde endlich leiſten ſollte. Mit ge⸗ meſſenen Schritten bewegte ſie ſich jetzt gegen den dienſtverrichtenden Prieſter, dem Erzbiſchoffe von Madrid, und ſprach, ſich erfurchtsvoll verneigend: „Ich erklaͤre im Namen der ewig geſegneten und ruhmwuͤrdigen Jungfrau, die ohne Suͤnden em⸗ pfing, daß ich nicht freiwillig das Geluͤbde


