Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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14 der ſagt man aber, daß wir nicht immer ſo unei gennuͤtzig als hinterliſtig ſind. Gewiß kennet Ihr noch kein Beiſpiel, daß ſich ein Maͤdchen wie ich, allen erdenklichen Gefahren ausſetzte, um die Liebe eines jungen, ſchoͤnen Cavaliers, wie Ihr ſeyd, zu einer andern ihres Geſchlechtes zu beguͤnſtigen. Mit dem reiflichſten Nachdenken habe ich die ver ſchiedenen Verſuche erwogen, die Ihr gemacht habt, die vorzuͤglichſte Schwierigkeit ſcheint mir aber, Eintritt in das Kloſter zu erhalten. Stau⸗ net denn uͤber den heroiſchen Entſchluß eines Maͤd⸗ chens, wie ich bin, die, um dieſes Hinderniß zu beſeitigen und eine Correſpondenz zwiſchen Euch anknuͤpfen zu koͤnnen, eine Koſtgaͤngerin jenes Klo⸗ ſters werden will. Gewiß iſt nichts leichter als die Ausfuͤhrung dieſes Planes. Ohne Geſahr des Verdachtes koͤnnen wir dann unſere Entwuͤrfe aus⸗ fuͤhren, auch zweifle ich nicht im Geringſten, daß ich in Kurzem die Flucht Eurer Geliebten werde bewerkſtelligen koͤnnen.

Auf das Hoͤchſte entzuͤckt uͤber den ſo vorſichtig als herrlich angelegten Plan, umarmte der Mar⸗ quis ſein ſchoͤnes Muͤhmchen und uͤberließ Ihr die Anordnung und Ausfuͤhrung des Ganzen mit dem feſteſten Vertrauen. Wie natuͤrlich unterblieb jetzt die vorgehabte Reiſe. Indeſſen Valedia

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