Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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der Huͤlfe ſeiner Verwandten aus klarer ſchuldiger Erkenntlichkeit geiſtliche Wuͤrden und Ehrenſtellen verſchaffen wolle, zu denen er ſonſt gewiß nie ge⸗ langen wuͤrde.

Mit Freude bemerkte de los Velos, daß der letzte Grund erwuͤnſchte Wirkung that. Nach den gewaͤhlteſten Hoͤflichkeitsbezengungen verſprach ihm der Moͤnch unter der Bedingung, daß er ſich mitt⸗ ler Weile in Geduld faſſen moͤchte, in wenigen Tagen Antwort zu bringen.

Obgleich dieſer Aufſchub in den Augen des un⸗ geduldigen Antonio ein Jahrhundert ſchien, ſo zwang ihn die Nothwendigkeit doch, ſich darnach zu fuͤgen. Um ſeine Gedanken aber auch nicht im Geringſten von dem Gegenſtande ſeiner Liebe zu kehren, ſo beſuchte er die Kloſterkirche doch regel maͤßig, und unterſuchte die Lage des ganzen Ge⸗ baͤudes ſo genau als moͤglich, um im Falle der aͤußerſten Noth die Mauern des Kloſters zu uͤber⸗ ſteigen und ſich der geheiligten Beute mit Gewalt zu verſichern.

Der angreifbarſte Theil der Feſtung ſchien ihm die Mauer des Gartens, welche nach einer ſchma len und finſteren Gaſſe fuͤhrte und an mehrere niedrige Haͤuſer ſtieß, deren Einwohner ſaͤmmtlich aus Leuten der aͤrmeren Claſſe beſtanden. Mit

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