Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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ſei. Aber ſie ſchrieb gern an ihn, wie er auch an ſie. Beide hatten ein Intereſſe aufrichtiger Schätzung an einander und dazu das Behagen, welches eine längere Bekanntſchaft, wenn ſie friedlich und wohlthuend bleibt, immer einflößt. Was man ſeit Jahren und Jahren als gut kannte, gewinnt für gute Menſchen täglich an Werth, ſo war es für Grunow und die Präſidentin mit ihrer gegenſeitigen Bekanntſchaft.

Die Präſidentin ſchrieb ihm alſo bald:„Ich dachte mir wohl, daß meine Cäcilie in einem gewiſſen Grade Ihre Theilnahme gewinnen würde, nachdem Sie erſt von ihr überraſcht worden wären. Ihre Beurtheilung des Mädchens, ſo raſch und ſicher gleich nach dem erſten Be⸗ ſuch hingeworfen, beweist wieder ein Mal wie gut Sie die Frau laſen, dieſes ſchwerſte Buch, wie beſchränkte geiſtreiche Männer gern zu ſagen pflegen. Um Cäcilie Ihnen noch weiter zu erklären, muß ich Ihnen Vater und Mutter malen; oder zeichnen lieber zum Malen hab' ich nicht Farbe genug. Herr von Platen, Pommer, war Landrath in Pommern. Nebenbei Beſitzer oder Halb⸗ beſitzer der nöthigen liegenden Gründe mit Scheunen drrauf u. ſ. w. Als Student war er in Bonn geweſen, um Arndt, ſo lange der lehren durfte, über Geſchichte zu hören, Enthuſiasmus für den großen Landsmann und für den Rhein zuſammen machte ihm dieſes Jahr zu