Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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haben würden, von ihr ausgeſprochen waren es nur— ſoll ich mir ſo viel erlauben?— Wahrheiten, die ſich von ſelbſt verſtanden. Nachher machte ſie ebenſo— gründ⸗ lich unterſuchend, möcht' ich ſagen, Emma's Bekanntſchaft und kam dann mit uns, um unter lauter Fremden und in einem ihr jedenfalls neuen Elemente beobachtend, theil⸗ nehmend und gelegentlich auch freimüthig zu Hauſe zu ſein. Noch niemals habe ich eine ſo junge Dame ſo ſicher und dabei zugleich ſo einfach geſehen. Das Einzige be⸗ greif' ich nicht, wie kommt gerade dieſes ruhige Weſen dazu, ſich im Hauſe nicht einrichten zu können und auf Emancipation in die Welt zu reiſen. Emma fragte mich ganz erſtaunt:„ſag' einmal, lieber Franz, wozu will denn das Fräulein ſich emancipiren?“ und ſie ſprach damit ganz meine Empfindung aus. Wovon und wozu will Fräulein von Platen ſich emancipiren? Ich wäre der Ueberzeugung, ſie müßte Alles, was ſie irgend braucht, in den vier Wänden des Hauſes finden, wo ſie ſich ſo entwickelt hat, wie ſie iſt. Mir kommt ſie ab⸗ ſolut fertig vor. Schreiben Sie mir bald und geben Sie mir die verſprochene Erklärung.“

Frau von Armſtetter ſchrieb bald. Nicht daß ſie geglaubt hätte, Grunow intereſſire ſich wirklich ſo leb⸗ haft für Cäcilie, ſie wußte wohl, daß ſeine Neugierde halb Höflichkeit für ſie, halb nur momentan geweſen