Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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blauen Augen, mit denen das Fräulein aus einem un⸗ intereſſanten und anſpruchsvollen Geſicht herausguckte, denn ihr Anblicken hatte etwas von einem Herausgucken, gleichviel ob aus einer Boden⸗ oder einer Kellerluke. Ge⸗ wiß iſt es, daß Cäcilie ihr Kleid etwas an ſich zog, als

das des Fräulein Ellrich ſich daran bauſchte.

Fräulein Ellrich ſchien es nicht zu merken, daß ihre Nähe der Fremden nicht angenehm ſei. Sie äußerte und benahm ſich gleich zuthunlich, bald geradehin zutraulich, erzählte von ihren Angelegenheiten, hauptſächlich ihren literariſchen, klagte über Verleger, Redakteure und Kri⸗ tiker, hatte da kein Honorar, dort nicht genug, hier einen Auf⸗ ſatz nur gekürzt gedruckt und anderswo einen ganz zu⸗ rück bekommen, genug es ging ihr ſehr ſchlecht. Cäcilie hörte geduldig zu und bedauerte höflich; als ſie ihrerſeits dergleichen ſchlimme Erfahrungen berichten ſollte, antwor⸗ tete ſie der Wahrheit gemäß, ſie habe noch keine ge⸗ macht.„Wie iſt das möglich?“ fragte Fräulein Ellrich.

—„Ich habe noch nie in Journale geſchrieben,“ entgegnete Cäcilie,„und blos das eine Buch drucken laſ⸗ ſen— ich hatte alſo noch keine Gelegenheit, das Alles ken⸗ nen zu lernen.“

„O, da werden Sie es jetzt kennen lernen, denken Sie an mich. Daran fehlte es keinem und keiner un⸗ ter uns.“