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wollen, wenn nicht im eignen Lande, was am Günſtigſten iſt, ſo doch wenigſtens in der eigenen Sprache gehört und geleſen werden.“—„Ja, mein Gott, wie iſt denn das möglich!“ rief der blonde Doctor.
„Sehr leicht,“ entgegnete ihm Cäcilie.„Man lernt eben Sprachen.“
„Wer kann denn ſo viele Sprachen lernen! Dar⸗ über verlernt man ſeine eigene.“
„Oder lernt ſie,“ ſagte Cäcilie ruhig.„Herr Devries würde nicht ſo klaſſiſch Deutſch ſprechen, wenn er nicht, wie ich in Paris von ihm gehört habe, auch ſo vortrefflich Franzöſiſch ſpräche.“
„Sehen Sie wohl, daß Sie bereits in ſeiner Macht ſind!“ flüſterte Fräulein von Wartensleben ihr ins Ohr.
Bevor Cäcilie noch auf dieſe überraſchende Ent⸗ deckung antworten konnte, fragte Devries ſie, ob ſie in
Paris einige von den Notabilitäten der Bühne kennen
gelernt habe.
„Nur auf der Bühne,“ erwiderte ſie.„Perſönlich nur Schriftſteller.“
„Dumas vielleicht?“ fragte Emma.„Den möcht' ich gern kennen lernen.“
„Dumas auch.“
„Wie iſt er?“ Ida von Düringsfeld. Die Literaten. I. 3


