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Grunow und Devries hatten die Einmiſchung des Fräuleins mit gleicher Artigkeit aufgenommen, und war der Erſtere dabei wohlwollend, Devries hingegen etwas ironiſch geweſen. Beide wandten ſich indeſſen mit einem ſichtlichen Gefühl von Erleichterung ab, als der junge Mann, welcher Cäcilien als ein Dr. Wiesner genannt worden war und bis jetzt mit der zweiten der fremden Damen eifrig verkehrt hatte, plötzlich die Aufmerkſamkeit der andern Männer durch die Ankündigung, auch er be⸗ abſichtige ein neues Drama, gleichſam herausfordernd in Anſpruch nahm.
Grunow hörte ihn mit einem Lächeln an, wie ein nachſichtiger Meiſter es wohl einem gerngeſehenen Schüler zukommen läßt.„Wird es gut werden, Wiesner, das Drama?“ fragte er.
„Sie werden es ſehen, d. h. leſen!“ rief Wies⸗ ner, ein blondes, fettes, und trotz ſeiner dreißig Jahre ſehr knabenhaftes Individuum.„Ich glaube, Herr Devries, Sie werden die Hauptrolle nicht zu gering für ſich finden.“ Devries drückte ſeine Befriedigung aus, daß er gleich mit zwei ſo effektreichen Rollen verſehen werden ſolle. Wiesner phantaſirte weiter von ſeinem Stück.„Wir müſſen endlich den Franzoſen zeigen, daß auch wir uns auf das Effektmachen verſtehen!“ rief er. „Ich hoffe dieſes Mal hoch und feſt zu greifen! Mein


