Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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lernte ſie ihn zuerſt als Menſchen kennen.„Faſt iſt mir das lieber,“ ſagte ſie zu Emma, neben der ſie Platz genommen hatte, während ſie ihr beim Theeeinſchenken geräuſchlos und geſchickt behiflich war.„Sie müſſen ihn doch aber auch auf der Bühne ſehen,“ meinte Emma,„übermorgen im Hamlet.“—„NJa, das will ich gewiß,“ erwiderte Cäcilie und trank ihren Thee.

Grunow und Devries ſprachen über ein neues Drama, an welchem der Erſtere arbeitete. Er wollte die Titelrolle gern zum erſten Male von Devries dar⸗ geſtellt ſehen, dieſer hörte aufmerkſam zu, erwog den Charakter der Rolle, den Grunow ihm energiſch ſkizzirte, dann ſagte er beſtimmt und einfach:„gut, ich ſpiel' es.“

„Wann kann das Drama fertig und einſtudirt ſein?“ fragte Cäcilie die Hausfrau. Emma ließ dieſe Frage weiter an ihren Mann gelangen.„In drei Mo⸗ naten, vielleicht,“ antwortete Grunow.—„Und hier wird es aufgeführt werden?“—„Ja, bleiben Sie bis dahin hier.“—„SDas werd' ich wohl nicht können, aber dazu wieder kommen— das ginge. Ich möchte Herrn Devries gern gerade in dem Charakter ſehen.“—„Warum?“ fragte Devries, nicht mit Neugier, aber mit Verbindlichkeit.

Cäcilie blickte ihn einige Augenblicke an, dann