Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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„Kommen Sie auch?“ fragte ſie, ihren Hut abneh⸗ mend und ſich mit der rechten Hand, von der ſie, um ſie darreichen zu können, den Handſchuh abgezogen hatte, leicht und ſorglos den Scheitel glättend. Als ſie das gethan, legte ſie Hut und Mantille auf einen Stuhl, der nicht im Wege ſtand, zog den Handſchuh wieder an und zeigte ſich bereit, Emma zu folgen. Nur ſah ſie Grunow an, ob er komme? War es Schüchternheit oder der Wunſch, er möge da ſein?

Emma antwortete für Grunow,„ich kann mei⸗ nen Mann rufen— der Thee wartet ſchon,“ damit öffnete ſie die Thür, welche durch das Schlafzimmer in den Salon führte.

Hier waren zwei Männer und zwei Damen verſam⸗ melt. Von den Männern ſaß der eine am Fenſter. Als Emma und Grunow mit dem fremden Gaſt eintraten, ſtand er mit einer edlen Gelaſſenheit auf, gab Grunow die Hand und ließ ſich Cäcilien gleichgültig freundlich vorſtellen. Es war Eduard Devries, der bedeutende Schauſpieler, der letzte Ueberlebende von der großen Künſtlerfamilie dieſes Namens. Nicht mehr jung, war er doch noch im⸗ mer eine poetiſche Geſtalt, ſelbſt im einfachen Rock und in der häuslichen Umgebung eines Theezimmers. Cäcilie blickte mit ruhigem Intereſſe zu ihm auf, ſie hatte ihn nie ſpielen ſehen, nur es ſich immer gewünſcht, jetzt