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antwortete Cäcilie mit der Indolenz, die ſie bisweilen in ihre Stimme legen konnte.„Und was mich betrifft, ſo habe ich erſt ſo wenig geſchrieben, daß ich mich noch nicht als Schriftſtellerin betrachten kann. Vielleicht lerne ich in einigen Jahren die literariſche Empfindlichkeit kennen.“
„Fräulein von Platen hat„Eine Deutſche in Frank⸗ reich“ geſchrieben,“ ſagte Grunow zu Emma.
„Du ſagteſt, es wäre gut,“ entgegnete ſie. Dann wandte ſie ſich an Cäcilie:„aber ich hab' es allerdings nicht geleſen, mein Mann ſagte nicht zu viel mit mei⸗ ner Furcht vor Frauenbüchern. Nehmen Sie mir's nicht übel,“ ſchloß ſie lächelnd.
Cäcilie ſchüttelte gleichfalls lächelnd den Kopf. „Sie werden dabei nur manche ſchöne Sachen nicht leſen, das iſt Alles.“
„Alle Hoffnung, ſie zu bekehren, darf man noch nicht aufgeben,“ nahm Grunow wieder das Wort.„Adam Bede“ hat ihr neulich ſo gefallen—“
„Daß ich ihn für ein Männerbuch hielt,— ja⸗ das iſt wahr,“ fiel Emma ein.„Sie kennen doch das Buch, Fräulein von Platen?“
Cäcilie neigte den Kopf.„Aber ich mag's nicht gerade beſonders gern, wie alle orthodoxen und dogma⸗ tiſchen Romane.“


