Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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Das Geſpräch begann, wie ſie es gleichfalls erwar⸗

tet hatte, auf eine gleichgültig artige Weiſe. Erkundigungen

nach Frau von Anſtetter, nach dem Wetter, welches

Cäcilie unterweges gehabt, nach der Zeit, die ſie

3 auf die mitteldeutſche Reſidenz wenden wollte, wo

Grunow ſein Zelt aufgeſchlagen hatte, das Alles folgte

einfach, natürlich auf einander. Cäcilie antwortete ebenſo

einfach. Wegen ihres Bleibens wußte ſie noch nicht, wie

lange es währen würde, ob einen Tag, ob einen Monat. „Reiſen Sie ſo ganz ohne Plan?“ fragte Grunow.

„Ich reiſe nicht,“ antwortete Cäcilie.„Ich wandere, wie der Handwerksburſche, um mein Handwerk beſſer zu O lernen.“ „Und wo Sie da Werkſtätten finden, bleiben Sie.“

„Wenigſtens wo ich einen wirklichen Meiſter finde,“ ſagte ſie mit einer graziöſen Beziehung. Es war der erſte Zug weiblicher Feinheit, den ſie ahnen ließ. Grunow neigte mit einem halben Lächeln faſt unmerklich den Kopf.

„Bleiben Sie in jedem Falle,“ ſagte er,„Sie finden hier viele Materialien, und wie ich Sie beurtheile, bedürfen Sie des abſoluten Stoffes, um daran zu experi⸗ mentiren, was eben doch das Lernen iſt.

„Sie beurtheilen mich ſehr richtig,“ entgegnete

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