ten Berge und machte aus der Luft einen Gold⸗ grund, auf welchem einige Kronen von den Weiden⸗ bäumen am Ufer ſich mit ſmaragdener Glätte abzeich⸗ neten.—
Die Präſidentin blickte den ermüdet dahinſchlei⸗ fenden Spaziergängern ebenfalls nach, aber ihr Geſicht verrieth mitleidige Theilnahme.„Sie waren ermüdet und durſtig,“ ſagte ſie.
„Das ſind ſie immer,“ ſprach Cäcilie geringſchä⸗ tzig.„Müde ihres nutzloſen Daſeins, und durſtig nach Beſſerwerden, ohne daß ſie die Energie hätten, eine Quelle aufzugraben, aus der es ſpringen könnte. Für ihren jetzigen Durſt finden ſie tauſend Schritte weiter ein Wirthshaus, eine Bank unter einer Laube, und Wein, von dem ſelbſt ſie einen Schoppen bezahlen können.“—„Warum ſpotteſt Du ihrer Armuth, Cilly? Es erbt nicht jedes Erdenkind mit achtzehn Jah⸗ ren wie Du.“
„Das fragſt Du doch nicht ernſthaft, Erneſte?“ erwiderte gelaſſen Cäcilie.„Du weißt, daß ich ihnen vorſchießen würde, was ſie vernünftiger Weiſe brauchen könnten, um vorwärts zu kommen. Ja, dem einen, dem Seraph, hab' ich's ein Mal angeboten. Er ſieht intelli⸗


