Teil eines Werkes 
1. Th. (1863)
Entstehung
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gung beweiſt ſich nur im Leben und entwickelt ſich nur

durch Erfahrung.“

„Aeußerſt logiſcher Nonſenſe,“ ſagte lächelnd Frau von Amſtetter. Das ganze Geſpräch, ſo wichtige Intereſ⸗ ſen es berührte, wurde heiter geführt, es ſpielte über die ernſte Frage hin, die es ergründen ſollte, wie Licht über eine Tiefe, die es offenlegt. Die Präſidentin nahm die feine warme Hand Cäciliens, welche auf ihrer Schul⸗ ter lag und zog ſie an ihre Lippen.„ECilly, ich bitte Dich!“ ſprach ſie dabei innig.

„Wenn es nicht ſchon in mir ganz feſt wäre, Er⸗ neſtine,“ erwiderte Cäcilie, mit der leicht gefeſſelten Hand die Wange der Freundin ſtreichelnd,„ich würde mich von Dir erbitten laſſen. Ja, Du brauchteſt gar nicht erſt zu bitten, ſondern nur zu wünſchen, Dir thu' ich, was ich kann, zu Liebe, aber laſſen, was ich muß, das kann ich nicht, ſelbſt für Dich nicht. Was ſoll ich hier? Braucht mich die Mittn⸗ Nein, ſie hat alle Hände voll mit den Jungen. Die brauchen mich zum Leben auch nicht, und der Papa,“— ſie hielt inne.

„Nun, wird der Papa Dich nicht vermiſſen?“ fragte die Präſidentin.„Wenn's an's Herbſten geht oder wenn's gilt ein junges recht widerſpenſtigts Thier fromm zu ſtreicheln? Nun, Cilly?““

„Nun— ja, Erneſtine. Ehrlich währt am längſten;