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Langeweile und Leere, die Glieder ſind Dir eingeſchlafen und um in ihnen wieder das Blut fließen zu machen, verſuchſt Du unmögliche Bewegungen.“
„Corinna iſt doch möglich geweſen,“ entgegnete ſanft Cäcilia von Platen, die junge ſelbſternannte Miſſionärin.
„Im Buche. In der Wirklichkeit vielleicht auch, aber nur in Italien. Du ſiehſt, in England läßt die Stael ſie Fiasco machen. Die engliſchen Schriftſtelle⸗ rinnen bleiben, heirathen ſie nicht, in der Familie. Die Edynworth, die Mitford— welche weiß ich noch.“
„Das ſind Alterthümer,“ ſagte Cäcilie lächelnd.
„Recht, aber ich ſehe nicht, daß die Neuen es an⸗ ders machen, die größten weiblichen Rebellen, die Bells⸗ Bronti's, wo ſaßen und ſchrieben ſie? Zu Hauſe. Selbſt in Frankreich, was iſt und bleibt die Sphäre des Mäd⸗ chens? Das Haus, wenn nicht das der eigenen, ſo das⸗ einer fremden Familie. Wärſt Du Amerikanerin, wollte ich nichts ſagen, aber Du biſt Deutſche, und in Deutſch⸗ land geht dergleichen nicht.“
„Es muß endlich gehen, Erneſtine,“ ſprach die junge Dame mit der melodiſchen Betonung, mit der ſie alle Einwürfe ſo lieblich klingen ließ, daß ſie alle Schärfe verloren.„Wenn wir Einfluß gewinnen wollen, müſſen wir beweiſen, daß wir Befähigung dazu haben, Befähi⸗
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