161 Sie Ihre Pflicht, mein gnaͤdiger Herr Richter; Ihre Worte koͤnnen mir keinen Schaden thun, und ich habe nichts mehr zu ſagen.“
Ein neuer Ausdruck des Erſtaunens und des Entſetzens entſtand wiederum; Einige zitterten ſogar, und die große praͤſidirende Magiſtratsperſon ſelbſt, fuͤhlte einen Eindruck, der ſich nicht erklaͤren ließ. Der Ver⸗ brecher indeß blieb furchtlos und unerſchrocken ſtehn, ſein ganzes Anſehn ſtimmte mit ſeinen Worten uͤber⸗ ein, und der Richter fuhr nach einigen Minuten fol⸗ gendermaßen fort:
„Cornelius Field, die Richter Eures Landes ha⸗ ben Euch ſtraffaͤllig gefunden, einen kalten, uͤberlegten Mord begangen zu haben, und zwar einen der ſchreck⸗ lichſten Art, der je einen Gerichtshof mit Entſetzen fuͤlte. Keine Sprache kann den Umfang Eures Ver⸗ brechens ausdruͤcken. Ihr habt auf eine grauſame und barbariſche Weiſe das Leben Euren Wohlthaͤtern ge⸗ nommen, die Euch als ein verlaſſenes, huͤlfloſes Kind fanden, und die Euch von dem Tode retteten, dem. Ihr ausgeſetzt wart, die Euch naͤhrten, wie ihr eignes Kind, die Euch in ihrem eignen Hauſe erzogen, Euch aus ihrem eignen Becher zu trinken, von ihrem eignen Brod zu eſſen gaben, und Euch bei ihrem eignen Feuer erwaͤrmten.“
Bei dieſem Theil der Rede ſtuͤrzten Thraͤnen in die Augen des Verurtheilten, und ein hektiſcher Krampf, mit einer heftigen, uͤberwaͤltigenden Empſindung kam uͤber ſeine haͤßlichen Geſichtszuͤge. Er wiſchte mit ei⸗
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