Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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ruhigen Blick, mit welchem ein Geſchoͤpf mit einer ſo empoͤrenden Phyſiognomie, der mit einer ſo graͤßlichen Mordthat beladen war, um ſich her ſah. Kein Menſch athmete frei, Alle ſchauderten, und ſelbſt der ſitzende Richter, als das rothe Auge ſich auf das ſeinige hef⸗ tete, war kaum im Stande, die noͤthige Oberherrſchaft uͤber ſeine eignen Geſichtszuͤge auszuuͤben. Der Zwerg ſprach nicht waͤhrend eines Augenblicks, und als er ſchwieg, flohn ſchnelle, leiſe Worte von einem zum andern in der Volksverſammlung.„Was er doch fuͤr ein moͤrderiſches Geſicht haͤtte!— Wie ſehr bezeich⸗ nete es ſeine Handlungen und ſeine Natur!“ Dies waren die Bemerkungen, die ſie ſich furchtſam unter einander mittheilten. Kein Funke von Mitleid ruͤhrte die Bruſt derer, die ihn ſahn.

Endlich oͤffnete er ſeine großen blaſſen Lippen, um zu ſprechen, und eine Todtenſtille erfolgte.

„Guaͤdiger Herr Richter,“ ſagte er in einer feſten, und keinesweges unmelodiſchen Stimme,— ſie war die einzige Gabe der Natur fuͤr ein Weſen, das ſie uͤbri⸗ gens ſo aͤußerſt widrig gebildet hatte, und der volle ſonderbare Ton verlor ſich langſam in eine Pauſe.

„Gnaͤdiger Herr Richter, fahren Sie beliebig fort: ich ſtehe hier, Ihr Urtheil anzuhoͤren. Meine Zeit zu ſprechen iſt noch nicht gekommen; Sie werden mir ſagen, daß ich wie ein Hund auf dem Galgen haͤngen muß, aber“— und ein haͤßliches Laͤcheln zeigte ſich auf ſeinem Geſicht,—„aber des Scharf⸗ richters Finger ſollen nie meinen Hals beruͤhren. Thun

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