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ner Hand die Thraͤnen weg, beugte ſeinen Kopf auf die andre, und als er wieder aufblickte, war ſein Ge⸗ ſicht ſo ruhig, wie vorher. Der Richter fuhr fort:
„Ihr habt den Herd mit Blut uͤberſchwemmt, wo Ihr ſo viele frohe Stunden genoſſen. Und zwar mit dem Blute Eurer großmuͤthigen Beſchuͤtzer, und fuͤr alle Guͤte und Wohlthaten, die Ihr empfingt, habt Ihr Weh jeder Art unter ihr gaſtfreies Dach gebracht. Denn es ſcheint auch, und iſt erwieſen in dem Ver⸗ brechen, fuͤr das Ihr angeklagt ſeyd, daß Ihr das elende und einzige Kind Eurer Schlachtopfer vom Hauſe weggefuͤhrt habt, gebadet im Blut der Eltern. Bey meiner langen Erfahrung der Graͤßlichkeiten, die wohl in einem Gerichtshof vorkommen: ein Verbrecher, wie Ihr, hat nie vor mir geſtanden. Ihr gehoͤrt nicht in den Bezirk der Menſchheit, und die menſchliche Natur ſchaudert bei Eurem Anblick. Bereitet Euch auf eine ſchreckliche und ſchnelle Rechnung vor. Doch ehe ich die Entſcheidung des Geſetzes uͤber Euch aus⸗ ſpreche, rathe ich Euch, fuͤr das Heil Eurer Seele, Euren beleidigten Gott und die erzuͤrnte Welt ſo weit zu verſoͤhnen, daß Ihr das Geſchoͤpf, das Ihr entfuͤhrtet, und das wahrſcheinlich geſchaͤndet iſt, ihren Freunden wiedergebt; dies iſt das einzige ſchwache Mittel, das in Eurer Gewalt liegt, das Unheil zu vermindern.“
„Ich will ſie ihnen wiedergeben,“ antwortete der Verbrecher, langſam und bedaͤchtlich.
„Thut das, und der Himmel gebe Euch die


