Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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blindes Geſchoͤpf!— das den Tag nicht von der Nacht unterſcheiden kann!“ ſagte Padhre, warf ſeinen Kopf ruͤckwaͤrts, ſchloß ſeine Augen halb, und verdrehete ſie ſo, daß er das Weiße derſelben zeigte.

„Ho, ho,“ ſagte Shaun,„wir ſind vier tuͤch⸗ tige Schelme, die die Welt lenken und betriegen koͤn⸗ nen; doch, meine Freunde, die Nacht ſtreicht weg, und wir ſind ja Alle geneigt einen Biſſen zu eſſen. Riſth⸗ tharde und der arme Padhre Keanoch muͤſſen uͤbers Kochen hergehn. Da Garrodhe heut ein Schaaf ge⸗ ſchlachtet hat, da brachte ich Euch natuͤrlich einen Bei⸗ trag zu dem Mahl.“

„Das war gar nicht uͤbel Shaun,“ ſagte Riſth⸗ tharde, und waͤhrend die Koͤche beſchaͤftigt waren, hiel⸗ ten Shaun und Sheemun Croonawnee eine Unter⸗ redung in einem leiſen Tone.

„Wohl, Sheemun, und du konnteſt bis jetzt dem Rhia Doran nicht zu Halſe kommen?“

„Nein, ſo wahr mir Gott helfen ſoll, das konnt' ich nicht.“

„Laß es nun gut ſeyn, Sheemun, mit deinen frommen Reden; dies ſind Worte, die deiner ſchelmi⸗ ſchen Zunge gar nicht anſtehn, zumal unter Freunden die dich beſſer kennen, als die Mutter die dich ge⸗ boren hat.“

„Wahrlich, du haſt recht, Shaun; zur Sache alſo. Du fragteſt mich etwas Rhia Doran betreffend, und ich ſag' dir, daß ich den andern Menſchen nie wieder mit ihm zuſammentreffen konnte, von dem