Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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worden. Einigen war gluͤcklicherweiſe die Sehkraft wiedergegeben, deren Augen ſie nie gefehlt hatte. An⸗ dere gelangten wieder zum Gebrauch eines Gliedes, das beim Stehlen oder Weglaufen eben nicht ſehr paraliſirt geſchienen hatte. Die ſtentoriſche Erzaͤhlung dieſer Wunder, die gewoͤhnlich mit Aufforderungen an die Wohlthaͤtigkeit und den frommen Eifer der Zuhoͤ⸗ rer vermiſcht war, ermangelte nicht ihnen reiche Gaben einzubringen. Andere verkauften Roſenkraͤnze und hoͤl⸗ zerne Kreuze, welches den Mitſchuldigen Gelegenheit gab, die herumſtehenden Kaͤufer zu beſtehlen.

Aber ſie beſaßen auch noch andere Talente; die beſten Saͤnger des Keenthechaun, des Klaglieds, befanden ſich unter ihnen, und ihr Talent, poetiſche Elegien auf die Todten aus dem Stegreif zu verfer⸗ tigen, verſchaffte ihnen maͤchtige Freunde, denn ſie hat⸗ ten durch Uebung eine große Fertigkeit darin erlangt. Sie gingen durch die ganze Gegend von einer Wache zur andern. Ihre Entfernungen von dieſen Oertern waren beſonders merkwuͤrdig, denn es verſchwand ge⸗ woͤhnlich zu gleicher Zeit Alles, was weggenommen werden konnte. Sie waren in allen Diebſtaͤhlen ent⸗ weder Hauptperſonen oder Mitſchuldige, und es war bekannt, daß ſie geſtohlene Dinge am leichteſten ver⸗ aͤußern konnten, da ihr beſtaͤndiges Herumwandern und ihre kuͤnſtlichen Verkleidungen dies Geſchäft ſehr erleichterten. Die Bocchochs waren allenthalben Fremde; in Leinſter galten ſie fuͤr Eingeborne von Munſter, und in Munſter fuͤr Eingeborne von Leinſter, denn