Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Hieraus ergiebt es ſich, daß die Benennung Boc⸗ chochs ihnen nur zum Theil zukam. Denn die Wahr⸗ heir zu ſagen, waren ſie groͤßtentheils geſunde Men⸗ ſchen, und ſahn auch ſehr wohl aus, wenn ſie ihre mannichfaltigen Verkleidungen abwarfen, und zuſam⸗ menkamen, um den Ertrag ihrer Schelmereien unter ſich zu genießen. Mancher Kerl, der am Tage blind oder lahm geſchienen hatte, warf mit ſeinen Kleidern ſeine Gebrechen von ſich, und miſchte ſich in die Luſtigkeit und Ausſchweifungen der Uebrigen, ohne von denen beargwohnt zu werden, deren Wohlwollen und Leichtglaͤubigkeit ihn in den Stand ſetzten, ſo viel, als der Reichſte unter ihnen zu verſchwenden.

In ihrem Beruf als Bettler beſuchten ſie Meſſen und Jahrmaͤrkte, vorzuͤglich aber befand ſich die groͤßte Anzahl derſelben in den folgenden Verſammlungen des Volks. Es iſt hinlaͤnglich bekannt, daß es in gewiſſen Bezirken in ganz Irland heilige Brunnen gab, und in geringer Anzahl jetzt noch giebt, deren jeder einem beſon⸗ dern Heiligen geweiht iſt. Dorthin verfüͤgte ſich der andaͤchtige Theil des Volkes an den Feſten des ſelig gemachten Schutzheiligen, um ſelbſtaufgelegte Buße zu thun, und zu beten; in einem ſolchen Zuſammenfluß von Menſchen machten die Bocchochs ihre Gebrechlich⸗ keiten zu ergiebigen Quellen des Erwerbs; auch betro⸗

gen ſie die Leichtglaͤubigen, die ihnen mit offenen

Maͤulern zuhoͤrten indem ſie vorgaben, daß an ihren eigenen Perſonen, wunderſame Kuren, an der Capelle,

wo ſich die Pilgrime verſammelten, waren vollzogen II. 3