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„Liebe herrſcht am Hof, im Feld', wie in der Grotte.“ ꝛc.
In gemeiner Proſa denn: die Liebe iſt eine ge⸗ wiſſenloſe Tyrannin; ihre Herrſchaft reicht bis zu den Graͤnzen der Erde; von dem Monarchen mehrerer Na⸗ tionen, bis zum geringſten Beſitzer, ja bis zum Knecht der geringſten Huͤtte, Jeder und Alle erkennen ihr Reich an. Sie feſſelt den Freien, und verdoppelt die Knechtſchaft des Sclaven. Sie— ſie,— doch ums Himmels Willen, wer kennt nicht die Macht und Ue⸗ bermacht der lieben Liebe! Laßt uns in der Geſchichte fortſchreiten!—
Ob es nun gleich kein liebenderes und getreueres Paar gab, als Andy und Bridge, ſo kann man doch nicht umhin, zu geſtehn, daß das vergaͤngliche Ding, Schoͤnheit genannt, nichts beitrug, dieſe gegenſeitige Neigung hervorzubringen und zu naͤhren. Sie hatten daher nicht zu befuͤrchten, daß ihre Liebe aufhoͤre, wenn ihre Schoͤnheit abnehmen wuͤrde, und ihre bei⸗ derſeitige Leidenſchaft, die ſich auf nichts Veraͤnderli⸗ ches oder Hinfaͤlliges gruͤndete, verſprach Beſtaͤndigkeit und Dauer, und ſchien wohl berechnet zu ſeyn, ſie muthig durch die Abwechslungen des Lebens zu leiten.
Andy hatte unter ſeinen Mitbruͤdern den Titel und den Beinamen„Andy Awling“ erhalten, das heißt der windige Andreas;*) eine Benennung,
*) Man vermiſche Airy Andrew nicht mit Merry Andrew, welches einen luſtigen Kerl oder Hanswurſt bedeutet. Anm. d. Ueberſ.
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